Hallo Gaming Fans,

heute veröffentliche ich mein neuestes Review für euch. Beim Testobjekt handelt es sich um die K-GK 1 RGB Gaming Tastatur aus dem Hause KM-Gaming. Das vorliegende Modell kann zu einem Preis von 99,90 € (inkl. Versand innerhalb Deutschlands) über den herstellereigenen Webshop unter KM-Gaming Germany - High-End Precision Gaming Gear geordert werden. Über Amazon.de ist die Tastatur für derzeit nur noch 85 € zu haben.
Die im Jahre 2015 gegründete Marke KM-Gaming, gehört zur deutschen Gebr. Kohlmeier GmbH, welche sich seit über 40 Jahren auf die Entwicklung und Produktion von Kunststoffteilen spezialisiert hat. Mit ihren Produkten möchten sie sowohl ''Hobbygamer, als auch professionelle eSportler mit hochqualitativem Gaming Gear, designed in Germany'' ansprechen.
Ob sie ihrem eigenen Anspruch gerecht werden können, kläre ich im Test. Die Produktpalette umfasst neben der zu testenden mechanischen Tastatur, eine optische Maus, verschiedene Mauspads, ein Maus-Bungee, sowie Zubehör und Fan-Artikel. Des Weiteren tritt KM-Gaming als Sponsor einiger eSport-Organistaionen, u.a. für die Playing Ducks e.V. und die BlueJays, in Erscheinung.
Die K-GK 1 ist derzeit nur in der Ausführung mit Kalih Brown Switches (neue Generation) sowie mit deutschem Layout erhältlich.


Technische Spezifikationen (lt. Hersteller):

Layout: 105 ISO
Mechanische Einzelschalter: Kalih Brown (optionale Dämpfungsringe)
Beleuchtung: ja - Farbe: RGB
Zusatztasten: nein
Zusatzfunktionen: ja (Doppelbelegung via FN-Taste)
Medientasten: nein
Medienfunktionen: ja (Doppelbelegung via FN-Taste)
Software: ja
Makrotasten: nein
Makro-Programmierung: ja
N-KRO: ja
Hub-Funktion: nein
Handballenauflage: ja (magnetisch)
Anschluss: USB 2.0 (vergoldet)
Garantie: 2 Jahre (ab Kaufdatum)


Abmessungen:
Länge: 460 mm
Breite: 170 mm (ohne Handballenauflage)
Höhe: 37 mm
Gewicht: ca. 1250 Gramm
Kabellänge: ca. 1,8m


Verpackung/ Lieferumfang:









Die Tastatur wird in einer stabilen, im Inneren mit Schaumstoff und einem weiteren Karton-Element ausgepolsterten, Karton-Verpackung geliefert.
Die komplette Umverpackung ist in einem matten Schwarz gehalten und auf Vorder- und Rückseite mit je einem Produktbild versehen.
Des Weiteren sind auf dieser eine Aufzählung der technischen Features, des Lieferumfangs, sowie ein QR-Code, der zur firmeneigenen Website führt, zu finden.
Alle Angaben sind in deutscher Sprache verfasst.
Der Lieferumfang umfasst neben der Tastatur, eine magnetische Handballenauflage, ein Key-Cap-Remover, 120 transparente Noise Dampeners und ganz klassisch: ein gedrucktes Handbuch (nur in deutscher Sprache). Der Link zum Treiberdownload liegt ebenfalls in gedruckter Form vor, hier wäre eine Realisierung via QR-Code noch benutzerfreundlicher gewesen.
Ansonsten fällt der Lieferumfang für diese Preiskategorie erfreulich umfangreich aus !


Optik/ Haptik und Verarbeitung:








KM-Gaming setzt auf ein funktionales und relativ schlichtes Design mit den Abmessungen von 450 mm x 165 mm x 20mm mm (L x B x H). Die Oberseite des Chassis ist aus Aluminium gefertigt, die Unterseite aus Kunststoff. In Sachen Verwindungsteifigkeit und Stabilität überzeugt die Tastatur. Das Design ist dezent, lediglich ein beleuchtetes Logo und ein weißer Schriftzug zieren die Oberseite. An beiden Gehäuse-Seiten sind leicht hervorstehende, beleuchtete, transparente Elemente zu finden, welche das eher schlicht gehaltene Gesamtbild aufbrechen. Subjektiv gesehen, hätte man auf diese optische Akzentuierungen verzichten könen, allerdings ist die Nachfrage des Marktes nach beleuchteten Peripherie-Geräten groß und diese Design-Entscheidung daher auch nachvollziehbar.
Optik und vor allem Haptik der Oberseite des Chassis wissen zu überzeugen. Im Gegensatz zu der geläufigen Soft-Touch-Oberfläche ist diese deutlich weniger anfällig für Fingerabdrücke.
Die Spaltmaße sind gut, allerdings sind nicht alle Kanten des Chassis optimal abgerundet und leicht scharfkantig (z.B. an der Chassis-Rückseite).
Die Unterseite des Chassis ist aus Kunststoff gefertigt und weist eine wirklich sehr gute Anti-Rutsch-Wirkung (insgesamt 4 Füße) auf, selbst mit aufgeklappten Hochstellfüßen (ebenfalls gummiert). Höhe mit eingeklappten Hochstellfüßen ist 2 cm (höchster Punkt, mit aufgeklappten Hochstellfüßen 3,2 cm).
Sehr positiv hervorzuheben ist die Umsetzung der Befestigung der modularen Handballenauflage mittels Magneten. Insgesamt überzeugt diese durch eine gute Auflagefläche, sehr guter Anti-Rutsch-Wirkung (insgesamt 6 Füße) und eine angenehme Texturierung.
Bei der K-GK 1 Tastatur setzt man auf ein klassisches 105-ISO Layout ohne Zusatztasten, das Ansteuern der Medientasten und der Zusatzfunktionen wurde über Doppelbelegung im Zusammenspiel mit der FN-Taste realisiert. Deren Positionierung (hinsichtlich Lautstärke- und Helligkeits-Regelung) gewährleistet ein ergonomisches Arbeiten.
Leider ist der Kabelanschluss nicht modular ausgeführt. Das knapp 1,8 m lange Kabel ist mit blickdichtem, grünem Tetxilsleeve ummantelt und als gut flexibel zu bezeichnen. Der USB-Stecker ist vergoldet und verfügt über einen Knickschutz. Leider fehlt mir am Chassis ein Knickschutz für das Kabel. Des Weiteren sind keine USB-Hubs verbaut, was bei Tastaturen in diesem Preissegment eigentlich zur Standardaustattung gehören sollte.



Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das eher dezente Design in subjektiver Betrachtung Gefallen findet und die Tastatur durch eine gute Verarbeitungsqualität, einer durchdachten Handballenauflage, exzellenter Anti-Rutsch-Wirkung sowie angenehmer Haptik zu überzeugen weiß. Minuspunkte sind die mintunter scharfkantigen Übergänge am Chassis und das Fehlen des Knickschutzes am Kabel (chassis-seitig).


Technische Ausstattung und praktische Erfahrungen:

Nun zu dem Herzstück einer jeden mechanischen Tastatur, den Tastern. In diesem Fall handelt es sich um die die Brown Switches mit transparentem Tastergehäuse aus dem Hause Kalih.
Diese bieten im Detail, eine taktile Charakteritstik mit 4 mm Hubweg, 50 g Widerstand und einem Signalpunkt bei 2 mm. Laut Hersteller sind die Taster für eine Lebensdauer von 60 Millionen Anschlägen ausgelegt. Im Vergleich zum Original von Cherry, weist der Kalih-Taster einen 5 g höhreren Widerstand, einen etwas schwammigeren Druckpunkt sowie eine minimal unpräzisere Rückmeldung auf. Ansonsten ist das Tippgefühl meines Erachtens nach vergleichbar. Die Akustik der Taster bewegt sich im angenehmen Bereich und ist als dumpf zu bezeichnen.
KM-Gaming legt dem Lieferumfang der K-GK 1 120 transparente Dämpfungsringe bei (keine Angaben zum Härtegrad, Dicke ca. 2 mm). Diese müssen, bei Bedarf, vom Nutzer selbst montiert werden, was dank beiligendem Key-Cap-Remover zügig von der Hand geht.
Die Charakteristik der Taster verändert sich durch den Einsatz der Dämpfungsringe dahingehend, dass das Klangbild noch dumpfer und wahrnehmbar leiser wird. Allerdings wird auch der Hubweg sowie das Anschlagsgefühl beeinflusst, was sich insgesamt auf das Tippgefühl auswirkt und beim Einsatz bedacht werden sollte.







Die Taster wurden freistehend montiert, was die Reinigung erleichtert. Die zylindrischen Tastenkappen bestehen aus ABS-Kunststoff, die Beschriftung wurde mittels laser-cut-Verfahren realisiert. Die Oberfläche weist eine gute, wenn auch nicht herausragende, Griffigkeit auf, Abrieberscheinigung konnte ich während meines Tests nicht feststellen, allerdings stehen hier Langzeiterfahrungswerte noch aus. Die bekannte Problematik der Ausleuchtung der Tastenkappen tritt auch bei diesem Modell auf, was dazu führt, dass die F-Tasten, der Ziffernblock und die Zahlenreihe in den unteren Bereichen nicht vollständig ausgeleuchtet sind.









Ein weiterer wichtiger Punkt einer Gaming-Tastatur betrifft das sogenannte Ghosting, bei welchem es ab einer bestimmten Anzahl an Tasten-Kombinationen vorkommen kann, dass gedrückte Tasten nicht, oder falsch umgesetzt werden. Hierbei schaffen N-KRO oder Anti-Ghosting Abhilfe. Klassische Tastaturen weisen 3-Key-N-KRO oder 6-Key-N-KRO auf, da 6 gleichzeitig gedrückte Tasten, das Maximum sind, was ein USB-Controller fehlerfrei verarbeiten kann. KM-Gaming gibt an, dass die K-GK 1 über N-KRO verfügt und um dies zu überprüfen führe ich einen Test mit der Freeware AquaKey durch, die alle gedrückten Tasten anzeigt. In diesem Test zeigt sich, dass ein vollständiges N-KRO implementiert ist und alle gedrückten Tasten fehlerfrei umgesetzt werden. Die genaue Umsetzung dieses N-KRO (Hardware, zusätzliche Controller, Diode oder Software) ist nicht klar. Angaben zur Polling-Rate werden nicht getroffen. Standard in dieser Preisklasse sind 1000 MHz. Während meiner Tests sind mir keine Verzögerungen oder fälschliche Eingaben im Einsatz aufgefallen.



Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten, im gleichen Preissegment, verzichtet man komplett auf Zusatz-oder Medientasten. Deren Funktionen werden über eine Doppelbelegung der FN-Taste realisiert. Alle gängigen Medienfunktionen sind an Bord, im Bereich der Zusatzfunktionen stehen die Regelung der Helligkeit, verschiedener LED- und Gaming-Modi sowie Programmverknüpfungen zur Verfügung.
In Sachen Software, setzt man auf einen 30 MB großen Treiber, der von der firmeigenen Website heruntergeladen werden kann.
Grundsätzlich kann die Tastatur natürlich auch ohne Software betrieben werden, dies schränkt allerdings den Funktionsumfang hinsichtlich der Erstellung von Profilen und Makros, sowie der Tastenbelegung ein. Die Installationen ist vollkommen problemlos.
Die von mir verwendete Software-Version ist v1.0.5.
Die Benutzeroberfläche ist sehr schlicht und übersichtlich gestaltet. Die Menüsprache ist, ebenso wie der Text im Handbuch, lediglich in Deutsch. Somit scheint man sich seitens KM-Gaming mit dieser Tastatur voll auf den deutschsprachigen Raum zu fokussieren.
Der Umfang der Software ist überschaubar, deckt aber alle, für eine Gaming-Tastatur, wichtigen Funktionsfelder ab. Es können insgesamt 3 Profile erstellt werden.
So können alle Tasten individuell belegt werden, und zwar mit einzelnen Tasten, oder Tastenkombinationen (max. 3), Multimedia- oder Internetbefehlen, oder Tasten-Makros (ebenso Import/ Export derer). In Sachen Tastenmakros ist eine Unterstützung von bis zu 20 einzelnen Makro-Befehlen (jeder Befehl mit einer Länge bis zu 8 Tastensequenzen) gegeben. Die Erstellung dieser individuellen Belegung geht dank der gut strukturierten Softwarelösung leicht von der Hand.











Ein weiteres Feature der Software ist die Einstellung der RGB Beleuchtung. Hier stehen 14 verschiedene Beleuchtungsmodi, welche individuell hinsichtlich Helligkeit und Geschwindigkeit (mitunter auch in Sachen Farbe sowie weiterer Faktoren) angepasst werden können, zur Verfügung. Einen ersten Eindruck über deren Umsetzung verschafft mein folgendes Video:







Des Weiteren ist noch ein Game Mode mit an Bord, mittels welchem man einzelnen Tasten spezifische Farben in 5 verschiedenen Gruppen (Ansteuerung via FN-Taste) zuteilen kann. Auch hier ist die Umsetzung der Softwarelösung wirklich gut gelungen und es macht Spaß sich dank der simplen Software durch die Möglichkeiten zu klicken und diese den eigenen Vorlieben anzupassen.



Pro:

Lieferumfang
Stabilität und Anti-Rutsch-Wirkung der Gummi-Füße
Beleuchtungsoptionen
Umfang und Aufbau der Software
Halterung Handballenauflage



Contra:

kein USB-Hub
fehlender Knickschutz am Chassis-Ausgang
nur Kalih-Brown-Switches verfügbar
Ausleuchtung Tastenkappen



Fazit:

Die Frage, die sich am Ende eines jeden meiner Reviews stellt, ist, inwieweit ein Produkt den selbst gestellten Ansprüchen gerecht werden kann. In diesem Fall wollte KM-Gaming der K-GK 1 das Rüstzeug einer Gaming-Tastatur für den Hobbygamer als auch den professionellen Spieler mit auf den Weg geben und sie haben dies meiner Meinung nach auch getan. Mich überzeugt vor allem der qualitative Standard der Verarbeitungsqualität, auch wenn einige Kanten an der Rückseite nicht optimal abgerundet sind, der Einsatz von Aluminium und die wirklich gute Verwindungsteifigkeit, sowie Standfestigkeit / Anti-Rutsch-Widerstand der Tastatur. Ebenso ist die magnetische Handballenauflage eine gelungene Ergänzung. Die Beleuchtungs- und Makro-Optionen sind dank simpler Software leicht zu nutzen und entsprechen in ihrem Umfang dem Anspruch der Zielgruppe. Schade finde ich, dass kein USB-Hub realisiert wurde und dass die Tastatur aktuell nur mit Kalih Brown Switches angeboten wird, die zwar ein gutes und den Cherry MX Brown ähnliches Tippgefühl erzeugen, aber die Zielgruppe definitiv einschränken. Ein neuer Ansatz zur altbekannten Problematik der mitunter unvollständigen Ausleuchtung der Tastenkappen wäre wünschenswert gewesen, aber man muss bei solchen Wünschen natürlich auch immer einen Blick auf die Preiskategorie werfen, in der, wie ich finde, sich die K-GK 1 mit einem aktuellen Preis von 85 € (bei Amazon - KM-Gaming K-GK1 mechanische Aluminium RGB USB Tastatur: Amazon.de: Elektronik) wirklich gut positioniert hat und somit im P/L-Verhältnis definitiv überzeugen kann.
Daher vergebe ich meinen Gold-Award.





Für den netten Support bedanke ich mich bei der Fa. Gebr. Kohlmeier GmbH